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Baukultur entdecken

Bahnhof Basel

Der Bahnhof Basel ist ungewöhnlich lang, weil er nebst dem SBB- auch noch den französischen Bahnhof samt Zollanlagen enthält. Zwei gedrungene Uhrtürme und ein grosses Bogenfenster gegen den Centralbahnplatz betonen die Schalterhalle als zentralen Bau. Westlich der symmetrischen Anlage schliesst der französische Bahnhof an, auch er mit repräsentativem Eingang und eigenem Uhrturm an der Westfassade.
Das Äussere des Bahnhofs ist neobarocke Steinarchitektur, im Inneren dagegen zeigen die Hallen ihr technisches Eisenwerk mit Jugendstildekor. Die fünfschiffige Perronhalle von 1905, durch gläserne Aufbauten erhellt, mit Querträgern über jeweils zwei Gleise (ohne Stützen auf den Perrons), ist eine der schönsten Eisen-Glas-Konstruktionen der Schweiz.

Die renovierte Schalterhalle weckt in ihrer ur­sprüng­-lichen Farbigkeit Freude am Reisen. Dazu tragen
die restaurierten Berglandschaften aus den 1920er-
Jahren bei (auch in den Läden daneben und der Brasserie). Sie entstanden im Auftrag von Verkehrsvereinen. Einst verbreitet, sind sie heute nur noch in wenigen Bahnhöfen erhalten. Die Halle dient wieder als würdiges Foyer, auch für die neue Passerelle. Diese ist gleichzeitig Perronzugang, Ladenpassage und Fussgängerverbindung zum Gundeldinger Quar­­tier.

Bei der umfassenden Planung um den Bahnhof seit 1983 wurden auch Gleise, Strassen und Tramnetz ausgebaut und Geschäftshäuser und ein Veloparking errichtet. Im Vorbahnhof steht seit 1999 das mit Kupferblechstreifen verkleidete Zentralstellwerk von Herzog & de Meuron. Die selben Architekten ha­ben im Güterbahnhof Auf dem Wolf ein ähnliches Stellwerk und ein Lokdepot gebaut, bei dem stockwerkhohe Stahlträger mit Grasdach und seitlichen Oberlichtern vier unterschiedlich grosse Hallen über­decken.

Baujahr: 1907 / 2003

Architektur: Emil Faesch, Emanuel La Roche, Renovation: Nicolas Goetz, Passerelle: Cruz/Ortiz (Sevilla), Giraudi & Wettstein (Lugano), Lokdepot: Herzog & de Meuron
Adresse
3000 Bern
Datenquelle: Schweizer Heimatschutz
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