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Büro- und Wohnüberbauung

Seit dem Bau des Stadttunnels 1858 zieht die Eisenbahn eine Grenzlinie zwischen der Stadt und dem Gebiet, wo in den folgenden Jahrzehnten die Gartenstadt ins Gönhardquartier hinaus wachsen wird. Als anfangs der 1990er Jahre die Hintere Bahnhofstrasse mit dem Rosengartenkreisel kurzgeschlossen wird, verschärft sich die Lärmbelastung in diesem Wohnquartier. Die Überbauung Hintere Bahnhofstrasse 610 besteht aus dem lang gezogenen, der Strassenkrümmung folgenden Backsteingebäude und quartierseitig zwei Wohntürmen aus Sichtbeton. Die Wirkungsweise des Riegels wird beim Durchqueren der Durchgänge zur Bachstrasse klar: an der dem Verkehrskorridor entgegengesetzten Südseite öffnet sich das Haus mit einer voll verglasten Front auf einen idyllischen, ruhigen Grünraum. Das von minimalistischem Gedankengut geprägte Gebäude beschränkt sich fast völlig auf die Umsetzung der städtebaulichen Prinzipien der Randbebauung und der zweiseitigen Ausrichtung. Den einzigen Schmuck bilden die sauber gemachten Backsteinfassaden, die Markisen und die Glasbrüstungen des Künstlers Hugo Suter. Die Kombination eines langen Riegels mit mehreren Türmen macht an Beispielen landauf landab Schule.

Baujahr: 2005

Architektur: Frei Architekten, Aarau
Adresse
Hintere Bahnhofstrasse 6-10, 5000 Aarau
Datenquelle: Schweizer Heimatschutz
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