navigation
Baukultur entdecken

Collège

Nach dem 2. Weltkrieg führten neue pädagogi­sche Methoden zu einer veränderten Gestaltung der Schulgebäude. Als Reaktion auf die früheren «Schulpaläste» wurden nun eher meh­­rere, dafür weniger imposante Baukörper geplant. Die Bauten wurden in Parks angesiedelt, weit ent­fernt von den Belästigungen der Verkehrswege.
Das Collège von Delémont beherbergte an­fänglich die Sekundarschule für Mädchen so­wie das Progymnasium. Diese beiden Institutionen schlos­sen sich jedoch zusammen, und diverse Erweiterungsbauten kamen hin­zu. Die ursprüngliche Anordnung ist aber heute noch erkennbar: zwei dreigeschossige Hauptbau­körper, die durch ein niedrigeres Gebäude miteinander verbunden sind. Letzteres trennt zwei Höfe, die durch die oben er­wähnten grösseren Volumen und ihre jeweilige Verlängerung definiert sind. Auf der einen Seite ist dies die Turnhalle und auf der andern die heute leider abgerissene Aula. Beim Eingang wurden im Laufe der Jahre einige unschöne Veränderungen vorgenommen. Demgegenüber zeigen die Fassaden mit ihrem Betonraster noch den typischen Charakter der 50er- Jahre-Architektur. Ende 2005 wur­de ein Ar­chi­tek­turwettbewerb für einen neuen Er­wei­te­rungs­bau durchgeführt.

Baujahr: 1953

Architektur: Gret und Hans Reinhardt, Bern
Adresse
Avenue de la Gare 7, 2800 Delémont
Datenquelle: Schweizer Heimatschutz
powered by anthrazit