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Grenette

Anstelle der alten Markthallen wurde 1808 in Vevey nach den Plänen des Lausanner Architekten Jean-Abraham Fraisse die so genannte Grenette errichtet. Fraisse war ein Schüler des Pariser Architekten Charles Percier und zeichnet für mehrere neuklassizistische Bauten in Lausanne, wie z. B. der Landsitz La Chablière, verantwortlich. In Vevey entwarf er eine Halle mit toskanischer Säulenordnung aus schwarzem Saint-Triphon-«Marmor». Ein kleiner Uhrenturm krönt das Dach. Lokale Handwerker beteiligten sich an den Arbeiten: Paul Gétaz, Maurermeister; David Doret, Marmorschneider; Jean-Pierre Vincent Franel, Zimmermann. Der Bau zeichnet sich vor allem durch die Ausgewogenheit und Strenge der neuklassizistischen Linien aus. Die strenge Ordnung der Säulenreihe mit dem Dreiecksgiebel wird durch die Bedachung und den Turm aufgelockert. Die ehemalige Kornhalle (frz. Grenette) stellt eine gelungene Mischung aus kunstvoller Architektur und lokalen Einflüssen dar.

Baujahr: 1808

Architektur: Jean-Abraham Fraisse, Lausanne
Adresse
Grande-Place, 1820 Montreux
Datenquelle: Schweizer Heimatschutz
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