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Baukultur entdecken

Haus Hold und Post-Hotel

Vom Bahnhof her kommend können wir in Arosa auf eindrückliche Weise Architekturgeschichte erleben. Das Wohn- und Geschäftshaus Hold zählt zusammen mit dem Post-Hotel zu den frühsten Werken des Neuen Bauens in Arosa (vgl. 1, Perrondächer) und fand internationale Beachtung. Die beiden Bauten sind von einer klaren Architektur geprägt. Die gestaffelten Baukörper, die Flachdächer mit Dachgarten sowie die horizontal aufgereihten, teilweise übereck geführten Fensteröffnungen sind weitere Merk­male der Moderne. Leider wurde dem Post-Hotel durch mehrere Umbauten und der modischen Fassadenbemalung viel vom ursprünglichen Cha-rak­ter genommen.
Die Beiträge des Neuen Bauens sind in Graubünden rar, denn für künstlerische Experimente gab es im ländlichen Raum kaum Platz. Zu dominierend war der Einfluss des traditionsverbundenen Bündner Heimatstils. Die grosse Ausnahme bildeten die weltoffenen Tourismusorte mit ihrem internationalen Kulturleben. Davos führte in den 1930er-Jahren das bis heute geltende Flachdachobligatorium ein. Aber auch Arosa wollte nicht hintan stehen. Die Architekten wagten sich an den neuen, avantgardistischen Baustil (vgl. 7, 10, 11, 12). Sie erkannten, dass mit der lichtdurchfluteten Architektur neue Gäste angelockt werden konnten.

Baujahr: Haus Hold: 1928, Post-Hotel: 1929

Architektur: Haus Hold: Gebrüder Brunold, Arosa, Post-Hotel: Alfons Rocco, Arosa
Adresse
Oberseepromenade, 7050 Arosa
Datenquelle: Schweizer Heimatschutz
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