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Kloster

Leicht erhöht thront das Kloster über dem Dorf Einsiedeln und zieht den Besucher in seinen Bann. Die grandiose Anlage ist eines der Hauptwerke der abendländischen Barockarchitektur und ersetzte eine ebenfalls grossangelegte, mittelalterliche Anlage.
Die heutige Klosterfassade ist zusammengesetzt aus der eigentlichen Kirchenfassade mit vorgewölbtem Mittelteil und einrahmenden Türmen sowie den leicht zurückversetzten, einfacher gehaltenen Konventflügeln. Bezeichnend für die barocke Architektur ist die ausgeprägte Symmetrie der Anlage. Weitere typische Stilmittel sind die geschwungene Fassade des Portalbaus, die mit korinthischen Kapitellen bekrönten flachen Pilaster, welche über mehrere Geschosse reichen, sowie das mit Statuen besetzte Giebeldreieck. Das Innere der Kirche steht in gewolltem Gegensatz zum strengen Äusseren und überwältigt den Besucher mit opulenten Farben und Formen.
Die 947 erfolgte Gründung des Benediktinerklosters geht auf den Hl. Meinrad zurück, der im 9. Jahrhundert in seiner Einsiedelei von Räubern erschlagen worden war. Zu einem der berühmtesten Pilgerorte Europas wurde Einsiedeln im 15. Jahrhundert durch die Marienwallfahrt. Zentrum der Wallfahrt ist bis heute das spätgotische Gnadenbild der Schwarzen Madonna (um 1460) in der Gnadenkapelle.

Baujahr: 1702-35

Architektur: Bruder Caspar Moosbrugger
Adresse
Klosterplatz, 8840 Einsiedeln
Datenquelle: Schweizer Heimatschutz
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