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Baukultur entdecken

Talmuseum Ursern

Das Talmuseum Ursern befindet sich in einem der wohl schönsten Gebäude des Urserntals. Die Wirkung des stattlichen und reich geschmückten Hauses wird durch den davor liegenden Platz noch gesteigert. 1786 wurde der Blockbau für den späteren Talammann Dominik Nager erstellt. Es wird berichtet, dass das Gebäude 1799 General Suworow als Nachtlager gedient haben soll. 1898 kaufte Carl Schönbächler, ein Arzt aus Einsiedeln, das Haus. Dies verhalf dem Gebäude zum Namen Schönbächlerhaus, bis es, nach Jahren der Verwahrlosung, 1985 von der Korporation Ursern gekauft wurde und nach einer umfassenden Renovation seit 1991 als Talmuseum dient. Hier wird neben der Kultur- und Verkehrsgeschichte des Tales sowie den Themen Tourismus und Militär insbesondere die Wohnkultur des späten 18. Jahrhunderts vorgestellt.
Nicht nur die 1990 nach genauen Untersuchungen rekonstruierte Fassade ist sehenswert, auch das Innere zeigt den Reichtum des damaligen Besitzers. Quer zum Giebel verläuft im Hauptgeschoss ein grosszügiger Mittelgang. Liebevoll gearbeitete Nussbaumtüren führen von hier in reich ausgestattete Räume, die Täfer und Parkettböden mit Einlegearbeiten aus der Bauzeit aufweisen. Das Talmuseum ist von Mittwoch bis Samstag von 16 Uhr bis 18 Uhr und im Winter auch Sonntags geöffnet.

Baujahr: 1786, 1990 Renovation
Adresse
Gotthardstrasse 113, 6490 Andermatt
Datenquelle: Schweizer Heimatschutz
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