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Baukultur entdecken

Unterstand und Bushaltestelle Guisanplatz

Zwischen 1923 und 1941 erstellte das Stadtbauamt Biel unter Otto Schaub, Ernst Berger und Karl von Büren acht Tramwartehäuschen. Diese Kleinbauten in avantgardistischer Architektursprache zeugen von der Aufbruchstimmung jener Zeit. Sie sind am Zentral-, Bahnhof-, Kreuz-, Brühl- und Juraplatz sowie an der Brügg- und der Krähenbergstrasse zu finden. Beim Personenunterstand am Gui­sanplatz trägt ein zentraler Betonmast ein kreisrundes Schutz­dach. Darunter flankieren zwei Windschutzwände mit Holzbänken eine zentral platzierte Telefonkabine.
Die Qualität des Stadtmobiliars hat grosse Bedeutung als Visitenkarte eines Ortes. Die Stadt Biel ist sich dessen bewusst, wie die gelungene Aufwertung der Innenstadt (vgl. 7) zeigt. Auch das neue Bushaltestellen-System steht in der Tradition guter Kleinarchitektur im öffentlichen Raum. Das Baukas­tenprinzip erlaubt eine Anpassung an die jeweilige Situation und ermöglicht eine Vielzahl diverser Anordnungen. Am Guisanplatz trifft eine Haltestelle der neuen Generation auf ihren 70 Jahre älteren Vorfahren und zeigt, wie sich die Architektursprache im Laufe der Zeit verändert hat. Die neuen Bushaltestellen erhielten im Jahr 2000 einen Anerkennungspreis der Regionalgruppe Biel-Seeland des Berner Heimatschutzes für Bauten im öffentlichen Raum.

Baujahr: 1928 Unterstand; 1998/99 Bushaltestellensystem

Architektur: Bauzeit Architekten, Biel
Adresse
General-Guisan-Platz, 2500 Biel
Datenquelle: Schweizer Heimatschutz
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