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Gimmelwald

Der Weiler Gimmelwald liegt auf einer Geländeschulter in imposanter Berglandschaft. Das auf 1400 m.ü.M. gelegene Dorf wurde von Walsern aus dem Lötschental gegründet und wird erstmals 1330 erwähnt. Lange Zeit war Gimmelwald völlig abgelegen. Dies änderte sich erst 1928 mit der Einrichtung einer Fahrstrasse und 1965 mit dem Anschluss an die Luftseilbahn Stechelberg-Mürren.
Glücklicherweise blieb der Ort auch nach der besseren Erschliessung vor grösseren Änderungen verschont und zeigt noch heute ein einheitliches, geschlossenes Bild. Gimmelwald wurde dank seiner hohen räumlichen Qualität, seiner Lage und der ursprünglich erhaltenen Bausubstanz in das Inventar schützenswerter Ortsbilder der Schweiz (ISOS) als Ensemble von nationaler Bedeutung aufgenommen.
Die verschiedenen Häusergruppen beeindrucken durch die grosse Anzahl Blockbauten, seien es Scheu­nen, Speicher oder Bauernhäuser.
Besonders erwähnenswert sind zudem zwei grössere Gebäude in unmittelbarer Nähe der Seilbahnstation, das Schulhaus von 1904 (Bild) und das Wohnhaus mit Poststelle von 1911/12. Sowohl das harmonisch gestaltete Schulhaus mit Pyramidendach als auch die reich dekorierte Poststelle im Sinne des Heimatstils lohnen eine eingehende Betrachtung.
Adresse
3825 Mürren
Datenquelle: Schweizer Heimatschutz
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