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Villa «Auf der Schanz»

Die Villa «Auf der Schanz» stellt trotz der späten Entstehung ein prägnantes Beispiel einer nach der Stadtentfestigung entstandenen Villa vor den Stadtmauern dar. Sie zeichnet sich durch eine deutliche Bezugnahme auf den Stadtzugang aus. Der zweigeschossige Baukörper auf einem hohen Putzsockel wird von einem mächtigen geknickten Walmdach bekrönt. Als aussergewöhnliche Bauinszenierung fällt der wuchtige Portalvorbau ins Auge, der dem oberen Geschoss als Terrasse dient. Ebenso tritt der halbkreisförmige Lünettengiebel mit Vasenbekrönung an der strassenseitigen Schaufassade hervor. Der gebaucht hervorspringende Erker an der Westfassade sowie der in den grobkörnigen Putz modellierte Wappenschmuck runden das eigenständige Bild dieser Villa ab. Sie weist mit ihrer Grösse und Form das Gepräge eines bernischen Landhauses des 18. Jahrhunderts auf und ist damit ein später Vertreter des Heimatstils.

Baujahr: 1920/30

Architektur: Heinrich A. Liebetrau, Rheinfelden
Adresse
Hermann Keller-Strasse 4, 4310 Rheinfelden
Datenquelle: Schweizer Heimatschutz
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