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Verwaltungstrakt der Fachhochschule Westescheiz (HES-SO)

Im Gegensatz zum SUVA-Kantonalbank-Ge­bäu­de (vgl. Nr. 2) wurde der Verwaltungstrakt der Fachhochschule Westschweiz als einzelner Baukörper geplant, der ein Maximum an Flexibilität in der Aufteilung der Fläche bieten sollte. Es ging also nicht darum, verschiedene Funktionen zu artikulieren, sondern vielmehr darum, verschiedene Raumtypen möglich zu machen vom Zellenbüro bis hin zum Gross­raumbüro.
Um die Monotonie der Fassade zu durchbrechen, die sich durch die geforderte Flexibilität ergibt, haben die Architekten an den Fensterbrüstungen lange Bänder von perforiertem Wellblech angebracht. Dieses Material stellt einerseits einen Bezug zu den nahen Eisenbahngeleisen und der Bergbauvergangenheit der Region her. Andererseits verleiht es dem Baukörper eine sich ständig verändernde Ausstrahlung. Von weitem heben sich die horizontalen Bänder stark vom Gebäude ab und erinnern an die parallelen Geleise der Eisenbahn. Wenn man aber näher kommt, enthüllen sie ihre Transparenz und der Baukörper scheint sich in der Landschaft aufzulösen.

Baujahr: 2004

Architektur: Kury Stähelin, Delémont
Adresse
Rue de la Jeunesse 1, 2800 Delémont
Datenquelle: Schweizer Heimatschutz
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