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Chapelle de Montcroix

Mit dem Umbau- und Erweiterungsprojekt für das Kloster von Montcroix erhielt Jeanne Bueche ihren ersten bedeutenden Auftrag. Später entwickelte sie sich zu einer prägenden Persönlichkeit der religiösen Architektur im Jura. Bei der Kappelle von Montcroix ist der Einfluss des berühmten französischen Architekten Auguste Perret deutlich spürbar: ein Betonskelett und abschliessende Elemente eben­falls aus Beton, die sich aber klar von der tragenden Struktur abheben. Das Gebäude verzaubert den Besucher durch die verschiedenen Verarbeitungsformen von Beton: roh, po­liert, gewaschen, strukturiert. Aber nicht nur die Materialisierung ist herausragend, sondern auch das Lichtkonzept. Der Altar wird feierlich über eine Öffnung im Gewölbe belichtet und Wabensteine mit farbigen Glaseinlagen tragen zu einer halbdunklen, mystischen Atmosphäre bei. Die Wandmalereien stammen von Albert Schnyder und die Bronzearbeiten von Remo Rossi (TI). Der viereckige Turm und die Nebengebäude stammen noch vom ursprünglichen Kloster, das um 1630 gegründet worden war.

Baujahr: 1950

Architektur: Jeanne Bueche, Delémont
Adresse
Route du Vorbourg 16, 2800 Delémont
Datenquelle: Schweizer Heimatschutz
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