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Bahnhofsaal

Zwischen der Hauptstrasse im Norden und der höher liegenden Bahnlinie im Süden wurde der Saalbau rechtwinklig zum ehemaligen Hotel Bahnhof errichtet. Betont wird der Höhenunterschied zwischen Strasse und Schiene mit einer mächtigen Terrasse vor der Längsseite, die für den Gesamtbau einen wuchtigen Sockel bildet. Während die Südseite weitgehend schmucklos ist, präsentiert sich die der Altstadt zugewandte Nordseite als eigentliche Schaufassade. Die von Kunststeinbändern gefassten Fensterbahnen verleihen ihr durch die geschossübergreifende Anlage einen monumentalen Zug. An der Westseite erreicht man über eine Treppe den Haupteingang. Dieses durch ein flaches Vordach geschützte Doppelportal ist reich mit figürlichen Motiven und orientalisierendem Rankenwerk aus Kunststein geschmückt. Mit seiner Architektursprache interpretiert der Saalbau den von Karl
Moser 1903 am südlich der Hauptstrasse auf der tiefer liegenden Schützenmatte errichteten Turnhallenbau vorgezeichneten Fassadenrhythmus, was die städtebauliche Verknüpfung der beiden Bauten betont. Das original erhaltene Gebäude wird bis heute für Theateraufführungen und Gemeindeversammlungen genutzt.

Baujahr: 1934

Architektur: Ernst Scheling, Betriebsarchitekt Feldschlösschen, Rheinfelden
Adresse
Kaiserstrase 13, 4310 Rheinfelden
Datenquelle: Schweizer Heimatschutz
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