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Sporting und Jura

An prominenter Lage, gegenüber der Neumarktpost, steht einer der besten Bieler Bauten der 1950er-Jahre. Das markante Volumen des Sporting ist nicht zu übersehen. Mit den grauen Fassadenplatten und den weissen Streifenbändern bringt das Gebäude et­was «Italianità» in die Stadt. Schöne Details sind die charakteristische Leuchtreklame mit dem Schriftzug «Sporting» und die Glasmosaikverkleidung der Pfeiler im Arkadenbereich. Bei den kürzlich durchgeführten Sanierungsarbeiten gingen leider die so genannten «Zick-Zack-Geländer» vor den Fenstern verloren und mit ihnen ein Teil des zeittypischen Charmes. Die Architekten des Sporting, die Gebrüder Bernasconi, treten nochmals bei den Ge­bäuden der GM (vgl. Nr. 16) in Erscheinung.
Auf den ersten Blick mag das am gleichen Platz schräg gegenüberliegende Wohn- und Geschäftshaus Ju­ra durchschnittlich erscheinen. Bei genauerem Hinschauen zeigen sich aber die ausgefeilten Details und die zurückhaltende Eleganz des konsequent durchdachten Betonbaus. Die platzseitige Fassade ist höchst ungewöhnlich: Über dem zurückversetzten Erdgeschoss liegt eine lange Fensterfront. Darüber folgt ein abwechslungsreiches Spiel von Balkonloggien und Fassadenelementen, die wie halb he­raus­gezogene riesige Schubladen wirken. Trotz der versetzten Loggien ist die Fassade ausgewogen. Dies ver­dankt sie dem wohldurchdachten Gestaltungsprinzip des Zürcher Architekten Roland Rohn ein architektonisches Kabinettstück. Rohn (19051971) führte eines der renommiertesten Büros der Schweiz. Er wurde vor allem bekannt durch seine Bauten für Hoffmann-La Roche in Basel.

Baujahr: Sporting: 1954/55; Jura 1960

Architektur: Gebrüder Bernasconi, Biel (Sporting); Roland Rohn, Zürich (Jura)
Adresse
Neumarktstrasse 14; Reitschulstrasse 1, 2500 Biel
Datenquelle: Schweizer Heimatschutz
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