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Rheinlust

Die Errichtung der «Rheinlust» (Taverne zum Zähringer) stand im direkten Zusammenhang mit dem Bau des Flusskraftwerkes und der dazu gehörigen, 189598/99 erbauten Brücke. Die Stadt lag weit entfernt und so beschloss Carl Habich-Dietschy, der damalige Geschäftsführer der Brauerei Salmenbräu, für die vielen auf der Baustelle tätigen, fremden Arbeitskräfte ein Gasthaus in unmittelbarer Nähe zu bauen. An der rheinseitigen Ecke im Parterre wurde ein Zollposten eingerichtet, an dessen Funktion das über dem Türsturz eingemeisselte Schweizerkreuz erinnert. Das Gebäude ist ein typischer Vertreter der Architektur der Jahrhundertwende. Sowohl die ausgesucht komplexe, malerisch aufgelöste Gebäudestruktur als auch die detailreich gestaltete Fassade charakterisieren die «Rheinlust» als Bauwerk des romantischen Historismus. Im Gesamteindruck entsteht eine Baugruppe von grossstädtischem Gepräge, die wie ein urbaner Brückenkopf wirkt.

Baujahr: 1900

Architektur: Curjel & Moser, Karlsruhe
Adresse
Roberstenstrasse 95, 4310 Rheinfelden
Datenquelle: Schweizer Heimatschutz
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