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Thurgauer Kantonalbank

1905 wurde das neue Kantonalbankgebäude in unmittelbarer Nähe zur Post und zum Bahnhof bezogen. Wäh­rend bei der Gründung 1871 die Idee einer Staats­bank noch von vielen Leuten als unnötig und unrentabel bezeichnet worden war, strahlte der markante Neubau mit seinem rustikalen Sockel, dem dominanten Eckkörper mit Eingangspforte und dem steilen Mansarddach bereits das Selbstbewusstsein einer zu Bedeutung gekommenen Bank aus.

In den auf Wachstum und Erneuerung getrimmten 1960er-Jahren musste das Gebäude von 1905 einem Neubau weichen. Dieser ebenfalls markante, zum Bankplatz hin viergeschossige Bau treppt sich gegen Osten hin ab und schafft dadurch trotz bandartiger Fenster und Sichtbetonelementen eine Beziehung zu den angrenzenden Bauten. Infolge gravierender Schäden in den Betonbrüstungen standen Ende der 1990er-Jahre umfassende Sanierungsarbeiten an: Eine horizontal gegliederte Verkleidung aus Kupfer-Titan-Zink-Blech gibt dem Gebäude heute eine völlig neue Materialität, der skulpturale Charakter der Anlage konnte jedoch durch sorgfältige Ausführung und dadurch gewonnene Scharfkantigkeit erhalten werden.

Baujahr: 1905, Neubau 1969, Sanierung 1998

Architektur: Tanner und Lötscher, Winterthur (Neubau)
Adresse
Bankplatz 1, 8570 Weinfelden
Datenquelle: Schweizer Heimatschutz
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