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Bahnhof Luzern

Am 5. Februar 1971 brannte der Luzerner Bahnhof von 1896 ab; seine grosse Kuppel stürzte ein. Ein Neubau wurde nötig. SBB, PTT, Stadt und Kanton veranstalteten einen Wettbewerb für mehrere Bauten, die 198191 erstellt wurden. Die langgestreckten Gebäude setzen in einheitlicher Höhe die Bebauung um die Seebucht fort und bilden zusammen ein dichtes, belebtes Quartier neben und hinter dem Kunst- und Kongresszentrum.

Das schlichte, aber imposante Bahnhofgebäude lagert als balkenartige Brücke über den Gleisen auf zwei Eckpfeilern. Es enthält Technikräume und drei Bürogeschosse. Seine voll verglaste, dreistöckige Vorhalle gibt den Blick auf See und Stadt frei. Sie verbindet Perrons und Bahnhofplatz übersichtlich mit dem Bahnreisezentrum und den Läden im Untergeschoss und den Restaurants im 1. Stock, von denen aus die Gäste Aussicht in die Vorhalle oder auf die Gleise haben.

Das Gewerbeschulzentrum im Osttrakt ragt mit dem abgerundeten Kopf der Turnhalle markant in den Vorbahnhof. Es ist durch Postbahnhof und Parkhaus mit dem Postbetriebszentrum verbunden, das künftig die Universität aufnehmen wird. Den Abschluss gegen den See bildet das lange, schlanke Wohn- und Geschäftshaus Inseliquai.

Vom alten Bahnhof blieben die sechsschiffige Perronhalle mit Gusseisensäulen, Eisenrundbogen und Glasdächern, das Portal mit der Skulptur «Zeitgeist» von Richard Kissling (auf dem Bahnhofplatz wieder aufgebaut) und das Wandbild «Nord-Sud» von Maurice Barraud.

Baujahr: 1896 / 1991

Architektur: Architektur: Hans Peter Ammann (Zug), Peter Baumann (Luzern), Vorhalle: Santiago Calatrava (Zürich)
Adresse
3000 Bern
Datenquelle: Schweizer Heimatschutz
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