navigation
Baukultur entdecken

Roseto

Um die weiss leuchtende Kapelle drängen sich die traditionellen Häuser und Ställe. Die Bavonesi bauten ohne Meter und Pläne, aber getreu einer alten und bewährten Tradition. Ihre Kunst bestand darin, auf alle Anforderungen des täglichen Lebens eine einfache bauliche Lösung zu finden und so den vorhandenen Platz sparsam zu nutzen. Das typische Wohnhaus im Bavonatal, wie es im 16. Jahrhundert entwickelt wurde, kann heute in Roseto oder in anderen Weilern wie Mondada und Sabbione bewundert werden. Der Bau hat einen recht­ecki­gen Grundriss und besteht aus dicken Trockensteinmauern. Mit Mörtel wurde äusserst sparsam umgegangen, denn der Kalk musste von San Carlo auf dem Rücken herbei transportiert werden. Das schlichte und zweckmässige Wohnhaus hat je einen oder zwei Räume im Erdgeschoss wie im Obergeschoss und ist von einem Steinplattendach gedeckt. Charakteristisch ist die längsseitige Loggia, wo Getreide und Früchte vor der Winterlagerung zum Trocknen ausgelegt wurden. Eine Aus­sen­treppe mit Stufen aus Felsplatten führt ins obere Geschoss. Das Dachgebälk besteht aus Kastanien- oder Lärchenholz, der Türsturz aus einem Granitquader. Meist befanden sich neben dem Wohnhaus auf engstem Raum zusätzlich Ställe für Vieh, Hühner und Schweine oder ein Holzschopf.
Adresse
Valle Bavona
Datenquelle: Schweizer Heimatschutz
powered by anthrazit