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Hôtel de Ville - Stadthaus

Das Stadthaus überrascht nur schon durch seine Proportionen. Das Gebäude, das 1745 fertig gestellt wurde, ist nämlich 1869 um eine Etage aufgestockt worden. Verantwortlich für diese Erweiterung war Emile Pallain, Geometer und ehemaliger Bürgermeister der Stadt. Das hinzugefügte Geschoss übernimmt den Rhythmus der Neurenaissance-Fassade mit Pilastern und Flachbogenfenstern und hebt sich kaum vom ursprünglichen Bau ab. Ebenfalls aus dem 19. Jahrhundert stammt der Ziergiebel, der hoch über der Place de la Liberté thront und auf dem die Wappen der sieben Bezirke des Kantons Jura dargestellt sind.
Auffällig ist auch der Gebäudesockel aus Quadersteinen, der die Unebenheit des Geländes ausgleicht und dem Baukörper eine gerade und feste Auflagefläche bietet. Er wird seitlich von Arkaden durchbrochen, die Zugang zum Stadthaus bieten. Der Haupteingang befindet sich jedoch an der Place de la Liberté und er­folgt über eine monumentale Doppeltreppe mit wunderschönen schmiedeeisernenen Balus­traden. Im Innern sind grossartige Stuckarbeiten zu bewundern. Geschaffen wurden sie vom berühmten Tessiner Stuckateur Francesco Pozzi (17001784), dessen Werke namentlich auch in der Kathedrale von Solothurn zu be­staun­en sind. Nicht weniger beeindruckend sind die Holzverkleidungen und Schmiedearbeiten.

Baujahr: 1742-45/1869

Architektur: Giovanni Gaspare Bagnato, Landau (D)
Adresse
Place de la Liberté, 2800 Delémont
Datenquelle: Schweizer Heimatschutz
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