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Villa Karma

Dieser Jugendstilbau, an der Grenze zwischen Montreux und La Tour-de-Peilz, ist eines der Meisterwerke der Wiener Sezession. Im Jahr 1903 erwarb der Wiener Mediziner Theodor Beer ein altes Winzerhaus am Genfersee, das an der Stelle eines ehemaligen Benediktinerpriorats errichtet worden war. Mit dem Umbau beauftragte er den berühmten Architekten Adolf Loos. Die Villa zählt zu seinen ersten grösseren Aufträgen. Unstimmigkeiten zwischen Loos und Beer führten jedoch dazu, dass der Bauherr die Fertigstellung der Arbeiten (1912) dem Wiener Architekten Hugo Ehrlich übergab. Das von Ehrlich vollendete Loos-Projekt gab vor, das Haus an drei Seiten mit Galerien und Ecktürmen zu umfassen, das Ganze in einer schlichten, weissen Architektur. Das Innere ist luxuriös gestaltet: Vom ovalen, mit Goldgrund-Mosaiken verzierten Entree gelangt man zur Galerie im Obergeschoss. Ein Empfangsraum im Arts-and-Crafts-Stil erfreut ebenso wie die getäfelte Bibliothek, der in weissem Marmor gehaltene Speisesaal, das Kaminzimmer und das in schwarzem Marmor ausgekleidete Badezimmer im ersten Stock. Der bis zum Seeufer führende Park wurde vom schwedischen Landschaftsarchitekten Carl Gustav Swensson gestaltet (Villa und Park sind nicht zu besichtigen).

Baujahr: 190412

Architektur: Adolf Loos, vollendet von Hugo Ehrlich, Wien
Adresse
Rue du Lac 171173, 1820 Montreux
Datenquelle: Schweizer Heimatschutz
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