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Bäder

Schwimmbad Grenchen

ZEICHEN DES AUFSCHWUNGS
Die Uhrenstadt Grenchen erlebte in den Jahren der Hochkonjunktur ihre wirtschaftliche Blüte und stellte den neuen Wohlstand mit neuen Infrastrukturbauten wie dem Parktheater von Ernst Gisel, der markanten Tribüne des Fussballstadions, dem Spital oder eben dem Gartenbad zur Schau. Das Spätwerk des Bäderspezialisten Beda Hefti bot der werktätigen Bevölkerung dem wichtigsten Kapital der Stadt einen Rahmen, in dem sie sich entspannen und Sport treiben konnte. Mit ihren verspielten und doch klaren Formen und der kräftigen Farbgebung sind die L-förmig um einen geschwungenen Eingangsbereich angeordneten Bauten Zeugen eines unbeschwerten und zukunftsgläubigen Zeitgeistes. Auch die qualitätsvolle Gartenanlage, deren Topografie erst künstlich auf dem flachen Terrain erschaffen werden musste, verdient mit ihrem alten Baumbestand Aufmerksamkeit. Dank einer umsichtigen Sanierung gehört das Schwimmbad Grenchen zweifellos zu den schönsten Freibädern der Schweiz. Auch sonst hat sich die Uhrenstadt um den sorgsamen Umgang mit ihrer Baukultur verdient gemacht, was ihr 2008 den Wakkerpreis des Schweizer Heimatschutzes eingebracht hat.

Baujahr: 1953-56

Architektur: Beda Hefti
Adresse
Neumattstrasse 30, 2540 Grenchen
Datenquelle: Schweizer Heimatschutz
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