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Baukultur entdecken

Ehemaliges Bierdepot

Karl Moser (vgl. 14) und Robert Curjel gründeten 1888 die Architektengemeinschaft Curjel & Moser, die erst 1915 mit der Berufung von Karl Moser an die ETH Zürich endete. Curjel & Moser schufen in Süddeutschland und in der Deutschschweiz ein umfangreiches Werk, das vielfältige Baugattungen umfasst und sich formal vom Historismus über den Jugendstil zum Neuklassizismus entwickelte. An der Vogesenstrasse in Basel errichteten sie ein Gebäudeensemble mit dem Bierdepot Salmenbräu, einem Restaurant, Wohnungen und Geschäften eine ausgedehnte, unregelmässige dreieckige Anlage, die verschiedene Stile in sich vereint. Die Staffelfenster lehnen sich an die Gotik an, die breiten stichbogigen Öffnungen, die geschweiften Giebel und das Mansarddach an den Barock, und einige Einzelmotive wie die Ecktürmchen sowie die Gesamtkomposition sind dem Jugendstil verpflichtet. Besondere Aufmerksamkeit ziehen die Ecksituation und der dreiachsige Gebäudeteil an der Vogesenstrasse auf sich. Die Ecksituation wurde als breite Front gestaltet und mit einem dominanten geschweiften Giebel und einem Türmchen geschmückt, der Bau an der Vogesenstrasse ist mit einer breiten Durchfahrt und ebenfalls einem geschweiften Giebel versehen. Es lohnt sich, auch das zum Ensemble gehörende Gebäude an der Entenweidstrasse zu besichtigen. Eine auffällige Dekoration in der Grösse eines Fensters schmückt hier die Fassade, sie zeigt einen Fischer mit Salm und einen Bierbrauer mit Bierkrug. Die Inschrift lautet «zum Salmeck».

Baujahr: 1899/1902

Architektur: Curjel & Moser
Adresse
Vogesenstrasse 141, Vogesenstrasse 143, Entenweidstrasse 90, 4056 Basel
Datenquelle: Schweizer Heimatschutz
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