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Bibliothek Werner Oechslin

Der Kunsthistoriker Werner Oechslin verfügt über eine eindrückliche Sammlung von über 50'000 Büchern zur Architekturtheorie und -geschichte vom 15. bis zum 20. Jahrhundert. 1998 in eine private Stiftung überführt, haben die Werke nun in einem neuen, vom Tessiner Architekten Mario Botta entworfenen Bibliotheksgebäude Platz gefunden. Vom rötlichen Kalkstein geprägt, verläuft der Bau längs des Pilgerwegs, der vom Kloster kommend Richtung Haggenegg weiterführt. Die Bibliothek ist mit der nebenstehenden Villa Oechslin aus dem 19. Jahrhundert unterirdisch verbunden. Der Eingang für den Besucher erfolgt über einen schmalen Treppenweg in den spitzen Winkel des Neubaus. Im Innern zieht sich der Weg den dicken Säulen entlang weiter, als wolle er die Richtung des Pilgerwegs bildhaft darstellen. Vom Eingang aus eröffnet sich der Blick auf das Kloster, welches mit der bedeutenden Klosterbibliothek seit Jahrhunderten das Erhalten und Weitergeben von Wissen pflegt. Die Bibliothek Oechslin nimmt diese Tradition auf und bereichert sie.

Baujahr: 2005

Architektur: Mario Botta
Adresse
Luegetenstrasse 11, 8840 Einsiedeln
Datenquelle: Schweizer Heimatschutz
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