navigation
Baukultur entdecken

Lehnplatz mit Zeughaus und Tellspielhaus

Mitten auf dem grosszügigen Lehnplatz steht das markante Zeughaus. 1804-06 als kantonale Sust für den Gotthardverkehr erstellt und unter Johann Caspar Wolff zur Kaserne umgebaut, wurde das Gebäude 1904 zum kantonalen Zeughaus. Seit 1954 zieren Sgraffitofiguren von Franz Fedier die Fassade. Das Zeughaus unterteilt den Platz in das Unterlehn mit dem Lehnbrunnen (auch Uraniabrunnen genannt) von 1596 und einer Steinplastik von Ulrich Rückriem (1998) und das Oberlehn mit Kastanienbaumreihe. An der oberen und unteren Schmalseite des Oberlehn fallen zwei Gebäude auf: Einerseits der erste Flachdachbau Altdorfs, ein Geschäftshaus von 1932, andererseits das Gebäude der ehemaligen Schweizerischen Volksbank (Bild rechts), ein typischer Bau der 1960er-Jahre mit Rasterfassade und abgehobenem Faltdach.
Das Tellspielhaus richtet sich mit seiner Hauptfassade zum Unterlehn. An seiner Stelle stand früher das Gemeindehaus von 1865-67, das 1925 zum Festspielhaus für die Tellspiel-Gesellschaft umgebaut wurde. Die Hauptfassade wurde dabei umgestaltet. Sie erinnert nun mit dem Rundbogenportal sowie der gelben, in Sgraffitotechnik angebrachten Scheinarchitektur auf den roten Mauerflächen an einen Tempel. Das Haus ging 1999 an die Gemeinde über und nimmt seit der gelungenen Sanierung auch das Büro von Tourist Info Uri auf.

Baujahr: 1804-06, 1856/60 Zeughaus, 1865-67, 1925 Tellspielhaus

Architektur: Johann Caspar Wolff, Zürich (Zeughaus), Keiser & Bracher, Zug (Tellspielhaus)
Adresse
Lehnplatz, 6460 Altdorf
Datenquelle: Schweizer Heimatschutz
powered by anthrazit