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Suworow-Haus

Das Suworow-Haus (auch Haus Jauch genannt) ist eines der bedeutendsten Gebäude im Kanton. Dies nicht etwa weil der russische Feldmarschall Alexander Suworow darin eine Nacht verbrachte, sondern weil das Vorbild für viele spätere Urner Herrenhäuser im Innern intakt erhalten ist. Der repräsentativste Raum ist die Prunkstube im 1. Obergeschoss: das Einbaubuffet von 1556 ist das älteste in situ erhaltene und zudem das künstlerisch bedeutendste der Innerschweiz. Die eingebaute "Gutsche" (Lotterbett) aus der Bauzeit wird sogar als die älteste der Schweiz und Süddeutschlands bezeichnet. Die im ganzen Raum vorhandenen Holzintarsien zeigen antike Ruinen, ideale Stadtansichten und Innenräume.
Die Renovation des vom Dorfbrand als eines der wenigen Gebäude verschonten Suworow-Hauses, geht auf einen von der Gemeinde mitinitiierten Studienauftrag zurück. Die 2005/06 erfolgten Arbeiten unter Leitung von Werner Furger und André Meyer nahmen viel Rücksicht auf die herausragende originale Bausubstanz. Ein neuer Treppenhausturm in Sichtbeton wurde zum sichtbaren Zeichen für die Wiederbelebung. Sehenswert ist auch die auf dem Gartenareal stehende, um 1730 erbaute Privatkapelle.

Baujahr: 1550, 2005/06

Architektur: Werner Furger, Altdorf und André Meyer, Luzern
Adresse
Hellgasse 9, 6460 Altdorf
Datenquelle: Schweizer Heimatschutz
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