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Überbauung Surbaum

Am nördlichen Rand von Reinach steht unübersehbar die Überbauung Surbaum, bestehend aus einem Scheibenhaus und zwei Hochhäusern. Sie stammen aus der Zeit des Baubooms der 1960er Jahre. An Stelle einer Überbauung mit Ein- und Mehrfamilienhäusern wählten die Architekten eine Gesamtüberbauung nach einheitlichem Plan. Ganz im Sinn des Städte­baus der Moderne war es dadurch möglich, eine sehr konzentrierte Wohnungsdichte bei gleichzeitiger Schaffung von grosszügigen Grünflächen zu realisieren.

Das Scheibenhaus im Süden der Anlage orientiert sich an Bauten und Theorien der Moderne: Der scheibenförmige Körper ruht auf Stützen, damit sich der Garten darunter fortsetzen kann. Das begehbare Flachdach bedeutet wie von Le Corbusier postuliert den Wiedergewinn der überbauten Fläche. Die Wohnungen des Scheibenhauses blicken jeweils exakt gegen Norden und Süden. Auch bei den beiden identischen Hochhäusern sind die Himmelsrichtungen oberstes Organisationsprinzip für die Grundrisse. Pro Etage teilen sich zwei gleiche Wohnungen eine eingezogene Loggia gegen Süden, eine kleinere Wohnung besitzt im Norden einen Balkon über Eck. Durch die Staffelung der Seitenfassaden profitieren sämtliche Räume von ausreichender Besonnung.

Baujahr: 1965

Architektur: Kunz und Jeppesen, Reinach
Adresse
Habshagstrasse 15, Reichensteinerstrasse 10 und 12, 4153 Reinach
Datenquelle: Schweizer Heimatschutz
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