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Kirchliches Zentrum St. Johannes

Mitten im neuen Quartier gelegen, markiert das Zentrum St. Johannes mit dem benachbarten Hertizentrum den öffentlichen Bereich. Leo Hafner wendet sein in einem Bildhauerpraktikum bei Fritz Wotruba erworbenes Fachwissen bei diesem Bau virtuos an. Im Gegensatz zu den ansonsten leicht wirkenden Bauten von Hafner und Wiederkehr kommt hier eine Plastizität zum Tragen, die dem Brutalismus eines Walter Förderer nahe steht. Die plastisch modellierten, aus einem Guss erscheinenden schweren Betonelemente stehen im gewünschten Kontrast zu den rational gestalteten, bis zu 20 Geschosse zählenden Wohnbauten der Nachbarschaft. Zeittypisch ist auch die Organisation des Zentrums: Um einen zentralen, etwas erhöhten Platz versammeln sich Kirche, Pfarrhaus und Pfarreiheim. Im Innern der Kirche überrascht der fünfteilige Wandgemäldezyklus von Ferdinand Gehr zum Thema der heiligen Dreifaltigkeit.

Baujahr: 1968-71

Architektur: Leo Hafner und Alfons Wiederkehr, Zug
Adresse
St.-Johannes-Strasse 911, 6300 Zug
Datenquelle: Schweizer Heimatschutz
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