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Seniorenzentrum Tanner

Mit der Umsetzung des Wettbewerbserfolges entstand ein Seniorenzentrum, das wie alle andern die subventionierten Normvorgaben zwar einhalten musste, sich aber wohltuend vom standardisierten Gehabe vergleichbarer Altersbauten abhob und für seine Zeit richtungsweisenden Charakter hatte.
Der zweibündige Solitär besticht durch die akribische Auseinandersetzung mit dem «Was und Wie», mit der Form und der Funktion. Das strukturgebende Backsteinmauerwerk kontrastiert zum Grün der Parklandschaft, wirkt formbindend und unterstreicht bewusst die solitäre Haltung. Das Zusammenspiel mit massiven Pfeilern, mit grosszügigen Fensteröffnungen und mit filigranen, zentral eingekerbten Halbrundbalkonen gibt gekonnt den Ordnungsraster wieder und erzeugt eine eindrückliche Tiefenwirkung der Fassaden. Das leicht modulierte Gelände wird durch die schwere, in Muschelkalkstein gehaltene Sockelpartie betont. Die Zwischenwände der allgemein zugänglichen Räume sind transparent und unterstützen die überaus grosszügige Durchflutung des Innern mit Tageslicht. Das Ambiente strebt nicht nach heimelig, es unterstreicht die Würde der Betagten.

Baujahr: 1979

Architektur: Urs Burkard, Adrian Meyer, Max Steiger, Baden
Adresse
Luzernerstrasse 11, 4800 Zofingen
Datenquelle: Schweizer Heimatschutz
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