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Post- und Telefonbebäude

Mit dem Aroser Post- und Telefongebäude steht vor uns ein Meilenstein der Bündner Architekturgeschichte. Es entstand fast zwanzig Jahre nach den gegenüberliegenden Gebäuden Hold und Post-Hotel, wirkt aber erstaunlicherweise bedeutend weniger modern. Dies ist bezeichnend für die Architektur der 1940er- Jahre. Der internationale, klare Stil des Neuen Bauens verbindet sich nach dem Zweiten Weltkrieg mit regionalistischen, malerischen Stilmotiven. So ist das Post- und Telefongebäude aus ein­heimischem Tuffstein errichtet, mit Steinplatten gedeckt und mit Sgrafittomalerei geschmückt. Die elegante Biegung des Baukörpers, das sehr flache Walmdach und die langen, rasterartigen Fensterreihen zeugen von der vorausgegangenen Moderne.

Ein Blick ins Innere lohnt sich. Ungewöhnlich viel Originales ist noch vorhanden. Zu nennen sind insbesondere das Foyer mit dem eleganten Aufgang zum ersten Obergeschoss, das keramische Wandbild mit Postkutschenmotiv von Ponziano Togni (1950) und die Schalterhalle mit ihrer teilweise ursprünglichen Möblierung.

Baujahr: 1947/48

Architektur: Vorprojekt: Herr Hächler, ausführender Architekt: Georg Brunold, Arosa
Adresse
Poststrasse, 7050 Arosa
Datenquelle: Schweizer Heimatschutz
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