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Corte grande d'Antabia

Nach dem steilen, ca. dreistündigen Auf­stieg von San Carlo nach Antabia öffnet sich auf fast 2000 Metern dem Wanderer plötzlich eine karge Hochfläche. Die Corte Grande präsentiert sich als kleiner Einschnitt im unendlichen Steilhang, wo sich eine Gruppe von Stein­hüt­ten aneinander drängt. Die Hütten bestehen lediglich aus vier Trockenmauern und einem Dach. Schlicht und schmucklos waren sie und sind sie geblieben, ohne Nebenräume, ohne Decken oder Fussböden. Als Bett dienten zwei mit Heu gepolsterte Bretterlagen, daneben stand eine Sitzbank. Wer hier lebte, war einfachste Verhältnisse gewohnt. Der Arbeitsalltag in der alpinen Stufenwirtschaft war im Sommer besonders hart und geprägt von unzähligen Stand­ortwechseln. Es gab mehrere Alpstationen (Corti), wo sich die Herden so lange aufhielten, bis die Weiden abgegrast waren, danach zog man mit Sack und Pack zur nächsten Alp. Im Sommer 2005 konnte die eindrückliche, heute nicht mehr genutzte Alp saniert wer­den. Insbesondere wurden die Steindächer der Gebäude und die Trockenmauern wieder in Stand gestellt. Gleichzeitig erhielten einzelne Alphütten einfache Einrichtungen, um als Un­ter­kunft (Rifugio alpino) für Wanderer zu dienen.
Adresse
Valle Bavona
Datenquelle: Schweizer Heimatschutz
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