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Historische Natursteinmauern

Der Weg vom Dorf hinauf zum Kloster und von da hinunter zur Pfarrkirche ist in seinen Grundzügen erhalten und lässt noch heute die Strassenbaukunst des 16. Jh. erahnen. Wichtiges Element des Weges sind die Natursteinmauern, die in ähnlicher Form im gesamten Dorf anzutreffen sind und mit einer Gesamtlänge von rund 16 Kilometern einen charakteristischen Teil des Ortsbildes darstellen. Die ältesten Mauern (z. B. beim Gründliweg) gehen bis ins 15. Jh. zurück. Entstanden sind die Ummauerungen der Grundstücke nach dem Vorbild südeuropäischer Höfe. Die relativ kostspieligen Bauwerke konnten sich die Altdorfer dank des in fremden Kriegsdiensten erworbenen Reichtums leisten. Aus den privaten Mauern entwickelte sich nach und nach ein ganzes System von Gassen und Wegen.
Obwohl viele dieser Natursteinmauern von überregionaler Bedeutung sind, war die wertvolle Bausubstanz zum Teil vom Zerfall bedroht. Die Gemeinde trieb zwischen 2002 und 2005 die Sanierung der Mauern voran und leistete somit einen grossen Beitrag zur Pflege und zum Erhalt des einmaligen Ortsbildes und auch zum Schutz der Natur, denn die Mauern bieten vielen seltenen Pflanzen und Tieren einen Lebensraum. Das Mauersanierungsprojekt unter dem Namen ALMAUSA (finanziert durch die öffentliche Hand, den Fonds Landschaft Schweiz und zu 20 % durch die Grundstückseigentümer) soll weitergeführt werden: In einer zweiten Etappe wird die Instandstellung der Trockenmauern in der Umgebung angepackt.

Baujahr: Ab 15. Jh.
Adresse
6460 Altdorf
Datenquelle: Schweizer Heimatschutz
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