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Bauten der 50er Jahre

Seewerkzentrale Zervreila

Max Frisch, Schriftsteller und Architekt, meinte 1953 kritisch, dass die schweizerische Architektur «fast überall etwas Niedliches, etwas Putziges, etwas Nippzeughaftes» habe, «etwas von der Art, als möchte die ganze Schweiz (ausser wenn sie Staumauern baut) ein Kindergarten sein». Die 150m hohe, kühn geschwungene Staumauer der Seewerkzentrale Zervreila zeigt, wie kraftvoll und mutig die Architektur der 50er-Jahre sein konnte. Wie sie aber auch fein detailliert und baukünstlerisch überzeugend hohe Ansprüche an die Ästhetik erfüllte, führt das Kraftwerksgebäude vor. Der vor der Bogenstaumauer platzierte Bau öffnet sich mit einem leicht ansteigenden Dach, schrägen Seitenwänden und einer vollständigen Verglasung gegen Nordosten.

Mit ihrer spielerischen Leichtigkeit zeigt die Zentrale ihre Nähe zum ein paar Jahre älteren Vorbild, dem Kraftwerk Birsfelden. Wie Hans Hofmann stand auch Jachen Ulrich Könz (18991980) dem Heimatschutz nahe. Er machte sich vor allem durch den Wiederaufbau der Dörfer Sent, Susch und der Gesamtsanierung von Guarda einen Namen.

Baujahr: 1953-58

Architektur: Jachen Könz, Guarda
Adresse
Zervreila, 7132 Vals
Datenquelle: Schweizer Heimatschutz
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