navigation
Baukultur entdecken

Alte Pfarrkirche St. Kolumban

Etwas bedrängt von der Kaserne Altkirch liegt die alte Pfarrkirche St. Kolumban am Hang des Chilchenbergs. Die erste Kirche entstand hier wohl bereits im 11. Jahrhundert, der heute bestehende Nachfolgebau um 1300. St. Kolumban gehörte dem Kloster Disentis und war Pfarrkirche für das ganze Tal. 1606, nach Fertigstellung der neuen Pfarrkirche St. Peter und Paul (vgl. 1) in der Nähe des Dorfzentrums, wurde St. Kolumban zur «alten Talkirche» dies hat dem Ortsteil den Namen Altkirch gegeben.
Die spätromanische Kirche setzt sich aus einem rechteckigen Langhaus mit polygonalem Chor und einem nördlich angefügten Turm mit Spitzhelm zusammen. Die unverputzte Fassade ist in Mauerwerk aus Natursteinen ausgeführt, das Dach mit Schindeln gedeckt. Das Gebäude ist seit Beginn des 17. Jahrhunderts baulich praktisch un­verändert. Trotz der Gefährdung durch Lawinen wurde St. Ko-lumban vor grösseren Schäden verschont. Bei einer Renovation 193941 durch den Architekten Josef Steiner (Beratung Josef Zemp, Linus Birchler) wurde die historische Ausstattung ausgeräumt. Die Statuen St. Kolumban und Placidus sind Votivgaben von 1949, als Dank dafür, dass das Dorf vom Stauseeprojekt «Ursern» verschont blieb (vgl. 17). Letztmals erfolgte 1988 eine Aussenrenovation der Kirche.

Baujahr: um 1300
Adresse
oberhalb Kaserne, 6490 Andermatt
Datenquelle: Schweizer Heimatschutz
powered by anthrazit