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Jüdisches Schulhaus

Ausgerechnet während des finanziell herausfordernden Synagogenbaus verlangte der Kanton, dass die jüdische Gemeinde endlich genügend Schulraum schaffe. Caspar Joseph Jeuch, der Architekt der Synagoge, zeichnete auch hier die Pläne. Er richtete die Schaufront gegen das Dorf, von dem der Bau damals leicht abgesetzt war.
Als der Kanton alle konfessionell getrennten Schulen aufhob, wurde 1896 die jüdische mit der christlichen Schule zusammengeschlossen. Das Schulhaus ging in den Besitz der Einwohnergemeinde über. Als Endingen 1938 Standort einer neu geschaffenen Bezirksschule wurde, liess es die Gemeinde durch den Ennetbadener Architekten Eugen Schneider aufstocken und um eine Turnhalle erweitern. Unter den im Stil des Neuen Bauens gehaltenen grossformatigen Fenstern des zweiten Obergeschosses sind im Hochparterre und im ersten Stock noch die fein ge­gliederten Fenstergewände Jeuchs sichtbar, die nach oben in einem Spitzbogen auslaufen.

Baujahr: 1855

Architektur: Caspar Joseph Jeuch, Baden
Adresse
Würenlingerstrasse 11, Endingen, 5426 Lengnau
Datenquelle: Schweizer Heimatschutz
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