navigation
Baukultur entdecken

Katholische Kirche und Pfarrhaus

Arosa hatte sich zusammen mit dem ganzen Schanfigg im Jahre 1530 zur Reformation bekannt. Bei den im Laufe der Zeit zugezogenen Katholiken verstärkte sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts das Bedürfnis nach einer eigenen Kirche. Sie betrauten die renommierten Churer Architekten Sulser in den 1930er-Jahren mit dem Auftrag. Es entstand einer der bedeutendsten Kirchenbauten des 20. Jahrhunderts in Graubünden. Die dreischiffige Hauptkirche knüpft an die alte Typologie der Basilika an. Quer zum Hauptschiff liegt die kleinere Werktagskirche. Die Architektur von Kirche und Pfarrhaus ist mit ihren gestaffelten, flach gedeckten Baukörpern dem Stil der Moderne verpflichtet. Eine klare Linienführung bestimmt das Äussere wie das Innere. Das hoch aufragende Betonkreuz findet seinen Vorgänger in der berühmten Basler Antoniuskirche, dem Prototyp des modernen Kirchenbaus der Schweiz von Karl Moser (1927). Mit dem urtümlichen Bruchsteinmauerwerk und der heimeligen Arvenverkleidung im Innern zeigt sich beim Werk der Gebrüder Sulser in Arosa der neu erwachte Regionalismus, der die Architektur der späten 1930er- und 40er-Jahre prägen sollte (vgl. 3).

Baujahr: 1935/36

Architektur: Gebrüder Sulser, Chur
Adresse
Sonnenbergstrasse, 7050 Arosa
Datenquelle: Schweizer Heimatschutz
powered by anthrazit