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Eisenbrücke/Kraftwerk

Der Bau des Rheinkraftwerkes war für die Siedlungsentwicklung Rheinfeldens und seiner näheren Umgebung eine eigentliche Initialzündung und zog eine grenzüberschreitende Welle der Industrialisierung nach sich. Auf der deutschen Seite war der Kraftwerkbau der Startschuss für das Entstehen einer neuen Stadt. Die Architektur des Kraftwerkes passt sich der Landschaft an. Im Gegensatz zu späteren Kraftwerken, die quer über den Fluss gegen den Strom gestellt wurden, steht es aus geologischen Gründen längs des Rheinufers. Der schmale 150m lange Baukörper ist aus Stampfbeton er­richtet und mit gelblichem Haustein verkleidet. Die symmetrische Fassade gliedert sich in einen sechsachsigen, erhöhten und leicht vorspringenden Mittelteil und zwei Seitenflügel. Die Anlage kann dem Bautypus des Palastes zugerechnet werden. Die revolutionäre Technik, die soviel Fortschritt versprach, war würdig, in einem Schloss untergebracht zu werden. Immerhin ist das Kraftwerk Rheinfelden europaweit das erste seiner Art. Heute stellt es ein technisches Denkmal von internationaler Bedeutung dar, das beim 2003 begonnen Kraftwerkneubau zum Abbruch vorgesehen ist.
Die gleichzeitig mit dem Kraftwerk entstandene Brücke besteht aus einem engmaschigen, genieteten Eisenfachwerk und weist noch ihr ursprüngliches Aussehen auf. Auch sie ist vom Abbruch bedroht.

Baujahr: 1895-99
Adresse
Roberstenstrasse (bei Rheinlust), 4310 Rheinfelden
Datenquelle: Schweizer Heimatschutz
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