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Haus Salmegg

Am deutschen Rheinufer östlich der Brücke befindet sich das Haus Salmegg. Franz Joseph Dietschy, der bereits erwähnte Geschäftsmann, Politiker und Gründer der Brauerei Salmen, liess es im Jahre 1824/25 als erste Villa ausserhalb der Stadt für seine Gattin Anna Maria Dietschy im klassizistischen Stil errichten. Es sollte ihr als ein der Sonne ausgesetztes Sommerhaus dienen, denn die Häuser in der Stadt waren kühl, feucht und schlecht heizbar. So wurden dem mächtigen Bau rheinseits über dem für den Weinhandel bestimmten Kellergeschoss zwei grosszügige Loggien vorgelagert, die das Erscheinungsbild des Hauses wesentlich prägen.
Aufgrund seiner speziellen Lage auf der deutschen Rheinseite erlebten das Haus und seine Schweizer Besitzer im Laufe der Zeit bewegte Geschichten. So setzten die deutschen Behörden im Ersten und im Zweiten Weltkrieg die Zwangsvermietung durch. 1942 erfolgte auf Drängen der deutschen Behörden ein Abtausch mit zwei Liegenschaften im Zentrum von Rheinfelden Baden. Als neue Besitzerin richtete die Stadt Rheinfelden Baden im Haus Salmegg Notunterkünfte und Büroräume ein. 1955 war das Gebäude derart vernachlässigt, dass von Abbruch die Rede war. Glücklicherweise entschied man sich in der Folge aber für die Renovation, die 1989 abgeschlossen werden konnte. Heute wird das Salmegg als Restaurant und Stadtmuseum genutzt.

Baujahr: 1824/25
Adresse
Rheinbrückstrasse 8, 4310 Rheinfelden
Datenquelle: Schweizer Heimatschutz
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