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Baukultur entdecken

Volkshaus

Unter dem Stadtpräsidenten Guido Müller (von 1921 bis 1947) veränderte sich das Gesicht der Stadt. Bleibende Zeugen der Zeit des «Roten Biel» sind das gesamte Bahnhofquartier (vgl. 2), das Strandbad (vgl.15) und die Gebäude der 1934 hier angesiedelten General Motors (vgl. 16). Das Volkshaus ist wichtiges Symbol der damaligen Arbeiterbewegung und herausragendstes Beispiel der Bieler Moderne. Der vertikal akzentuierte Bau mit roter Klinkerverkleidung wurde 193032 gebaut. Markante Elemente wie der Turm, der Saal, die Rotunde oder der Er­schlies­sungsbereich mit den Kaskadentreppen setzen sich zu einem ausdruckstarken Ganzen zusammen. Der politisch aktive Architekt Eduard Lanz (18861972), Gründungsmitglied der Heimatschutz-Regionalgruppe Biel, hat ein Werk geschaffen, das weit über Biel hinaus strahlt.
Nach dem Konkurs des Volkshauses stimmte das Volk dank einer engagierten Interessengemeinschaft der Übernahme durch die Stadt zu. Eine Sanierung wurde 198689 mit viel Respekt und Zurückhaltung durchgeführt. Heute ist das Volkshaus eines der Wahrzeichen der Stadt. Es beherbergt neben dem Konservatorium eine Brasserie und eine Terrassenbar mit uneingeschränktem Blick auf den Guisanplatz und das Hotel Elite, dem vom Arbeitgeberverband getragenen Gegenpol zum Volkshaus (Saager & Frey, Biel, 192931).

Baujahr: 1930-32, 1986-89 Renovation

Architektur: Eduard Lanz; Andry & Habermann und Henri Mollet architectes associés, Biel (Renovation)
Adresse
Bahnhofstrasse 11, 2500 Biel
Datenquelle: Schweizer Heimatschutz
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