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Bachstutzhaus

Dieses bald 350-jährige Wohnhaus steht leicht von der Hauptstrasse zurückversetzt. Es ist ein wichtiger Bestandteil des alten Siedlungskerns und einer der wenigen erhaltenen Zeugen der bäuerlichen Ver­­gangenheit Mürrens (vgl. 11). Der schöne Kant­holzblockbau wurde verschiedentlich verändert und erweitert, blieb aber in seiner Gesamterscheinung erhalten.
Die Inschrift unter dem Giebel ergibt auf den ers-ten Blick keinen Sinn. Laut Hans Michel in seinem «Buch der Talschaft Lauterbrunnen» gibt es viele Beispiele dafür, dass bei Haussprüchen wahllos Buch­­s­taben ausgelassen werden. Er interpretiert die Inschrift «DS HSSTIGTS GAT GT WLDISRIEIT 1660» folgendermassen: «Dies Haus staht in Gottes Gewalt, Gott woll dir sorgen (dich umsorgen) in Ewig­­­keit».
Der unmittelbar vor dem Bachstutzhaus gelegene Spei­­cher, ein Rundholzblockbau, hat noch ein schin­­­del­bedecktes, steinbeschwertes Satteldach. Das klei­ne Gebäude aus dem 18. Jahrhundert stand früher auf einem gemauerten Sockel, der in jüngerer Vergangenheit in eine Garage umfunktioniert wurde. Der 200-jährige Speicher blieb erhalten und dient heute nur mehr als äusserst unkonventionel­le Dekoration für die Fahrzeugbehausung

Baujahr: 1660
Adresse
3825 Mürren
Datenquelle: Schweizer Heimatschutz
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