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Baukultur entdecken

Nationalbank

Die von den Brüdern Otto und Werner Pfister nach einem erstplatzierten Wettbewerbsentwurf gebaute Nationalbank bildet in mehrfacher Hinsicht einen Markstein für Zürich. Sie schliesst als Kopfbau die Stadterweiterung im Kratzquartier zwischen Bahnhof- und Fraumünsterstrasse ab, in deren Zuge die einstige Flussstadt seit der Mitte des 19. Jahrhunderts mehr und mehr eine Orientierung gegen den See erfahren hat, und bildet somit den Schlüssel zum See. Zudem bildet sie zusammen mit der Kreditanstalt am Paradeplatz ein repräsentatives Beispiel monumentaler Bankenarchitektur.

Ursprünglich befanden sich hier die Stadthausanlagen, der vorgelagerte Platz hat auch heute noch diesen Namen. Die Bezeichnung verrät auch die einst vorgesehene Nutzung: An dieser Stelle sollte ein neues Stadthaus entstehen. Die Freistellung des Gebäudes der Nationalbank bedingt ein allseitig gleich gegliedertes, viergeschossiges kubisches Vo­lumen aus Haustein. Die grossen Rundbogenöffnungen im Erdgeschoss signalisieren dabei die öffentliche Nutzung, wogegen die dichten, gleichförmigen Fenster in den Obergeschossen die Verwaltung re­präsentieren. Horizontale Bänder beziehungsweise Friese gliedern den Bau. Als Vorlage könnten die Florentiner Renaissancepaläste des Quattrocento gedient haben, bei denen es sich mit der Gliederung der Bereiche für Öffentlichkeit und Verwaltung gleich verhält.

Das vorgelagerte Areal um die Stadthausanlagen und den Bürkliplatz hat schon Generationen von Architekten zu fantasievollen Entwürfen gebracht.

Baujahr: 19191922, 19751981 Fassadenrenovation und Innenumbau

Architektur: Gebrüder Otto und Werner Pfister; Gebrüder Pfister, Zürich
Adresse
Börsenstrasse 15, 8001 Zürich
Datenquelle: Schweizer Heimatschutz
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