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Bäder

Piscine de Lancy

ORGANISCHE BETONSKULPTUREN
Mit der Verwendung von Sichtbeton befreite sich die Architektur in den 1960er Jahren von althergebrachten Gestaltungsmustern und begann, Gebäude und Umgebungen als eigentliche Plastiken auszuformen. Das Schwimmbad in der Genfer Vorortsgemeinde Lancy gehört zu den eindrücklichsten Beispielen dieser Zeitströmung hierzulande. Auf die ungünstige Lage des Baugrundstücks zwischen Hauptstrasse und Bahngleisen sowie auf die relativ bescheidenen Dimensionen antworteten die Architekten mit einem Kunstgriff: Das gesamte Areal wurde gegenüber der Umgebung abgesenkt. Dadurch entstand ein in sich gekehrter Raum, der neugierige Blicke und störenden Lärm abhält. Drei in Sichtbeton ausgeführte Kreise umgeben die Schwimmbecken und schaffen im Zusammenspiel mit den übrigen in Beton ausgeführten Gestaltungselementen wie Rampen und Treppen überraschende Sichtbezüge. Aus dieser versteckten Anlage erhebt sich einzig der massive Sprungturm, der als feinsinnige Bauskulptur zum Wahrzeichen des Schwimmbades geworden ist.

Baujahr: 1967-68

Architektur: Georges Brera, Pierre Nierlé, Paul Waltenspühl
Adresse
Avenue Eugène-Lance 30, 1212 Grand-Lancy
Datenquelle: Schweizer Heimatschutz
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