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Baukultur entdecken

Kath. Kirche St. Stephan

Da die Wallfahrtskapelle Heiligkreuz am Waldrand (erbaut um 1388, Bernrainstrasse 71) nach der Gründerzeit der kath. Kirchgemeinde Emmishofen nicht mehr genug Platz bot, wurde unterhalb der Schule in Dorfnähe ein Bauplatz für einen Kirchenneubau gekauft. Albert Rimli, der später unter anderem auch in Frauenfeld und Weinfelden eine kath. Kirche errichtete, wurde beauftragt, ein Gotteshaus im Barockstil mit 700 bis 750 Plätzen zu entwerfen. Da der 28jährige Rimli mit seinen Skizzen auf sich warten liess, wurden zwei weitere, bereits renommierte Architekten, August Hardegger aus St. Gallen und Wilhelm Martin-Imhof aus Kreuzlingen, zu einem Wettbewerb eingeladen, den schliesslich doch der unter Druck gesetzte Rimli gewann. Nach zwei Jahren Bauzeit konnte am 7. Juli 1903 die Kirche geweiht werden.
Der prominente Kircheneingang befindet sich im Osten am Fuss des ca. 70 m hohen Glockenturms. Der pastellfarbige Innenraum ist zurückhaltend mit Stuckaturen ausgestattet. Eine kunsthistorische Seltenheit bildet die Majolikaausstattung der Altäre, der Kanzel, des Taufsteins sowie der Kreuzwegstationen. Sie sind das Erzeugnis der Emmishofer Hafnerwerkstatt Stefan Burkarts, der speziell zu diesem Zweck den Modelleur C. Schmitz aus Köln anstellte, um dieses Werk aus gebranntem Ton zu schaffen.

Baujahr: 1900-1903

Architektur: Albert Rimli, Frauenfeld
Adresse
Kirchsteig 3, 8280 Kreuzlingen
Datenquelle: Schweizer Heimatschutz
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