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Frauenkloster St. Karl

Die Kapuzinerinnen im Kloster St. Karl waren während mehr als 300 Jahren Teil der Geschichte Altdorfs. Sie übernahmen lange Zeit die Schulbildung der Altdorfer Mädchen und stellten in Notzeiten ihr Haus der Bevölkerung zur Verfügung. Das Kloster diente in seiner langen Geschichte auch als Gefängnis, Lazarett oder Gerichtshaus. Vor wenigen Jahren entschlossen sich die Schwestern zur Auflösung des Klosterbetriebes und vermachten das Kloster einer kirchlichen Stiftung. Seither sind verschiedene Mieter im Gebäude untergebracht, zurzeit wird nach einer neuen Vollnutzung für das Gebäude gesucht.
Das Kloster wurde als dreigeschossiger Bau in einigem Abstand zur bestehenden Kapelle Zum Oberen Hl. Kreuz errichtet. Als Architekt wird der damals für Einsiedeln tätige Bregenzer Michael Kuen vermutet. Die vier Flügel des Klostergebäudes umschliessen einen quadratischen Innenhof mit Kreuzganggarten. Der kleine Freiraum zwischen Gotthardstrasse und Gebäude, einst Blumengarten, ist seit 1912 Friedhof. Die Kirche wurde 1704 erneuert, der Chor erhielt Altäre nach Entwürfen von Caspar Moosbrugger. Als eines der wenigen Gebäude blieb das Frauenkloster 1799 vom Dorfbrand verschont.

Baujahr: 1677, 1974/75 Gesamtsanierung, 2000 Umbau Schulzimmer

Architektur: Josef Utiger, Altdorf (Gesamtsanierung), 2000, Arnold + Thalmann Architekten, Altdorf (Umbau Schulzimmertrakt)
Adresse
Gotthardstrasse 12, 6460 Altdorf
Datenquelle: Schweizer Heimatschutz
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