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29. Juni 2016
Rapperswil-Jona (SG)

News

Der Verein IG Halle unter der Leitung von Peter Röllin erhält den siebten Kulturpreis der Stadt Rapperswil-Jona. Der Stadtrat hat auf Empfehlung des Kulturrats die IG Halle als Kulturpreisträgerin auserkoren. Damit wird deren bald 25 Jahre dauernde Kulturvermittlung und Kulturförderung mit Ausstellungen zu kultur- und sozialpolitischen Themen auf hohem Qualitätsniveau gewürdigt. Zudem ist die Arbeit der IG Halle mit der umfassenden Vernetzung durch eine breite regionale, ja sogar internationale Ausstrahlung geprägt. Bereits 2002 verlieh die St. Gallische Kulturstiftung den Anerkennungspreis an die IG Halle.
Die nun bald 25-jährige Kulturinstitution IG Halle wurde 1992 vom Kultur- und Kunstwissenschaftler Peter Röllin und weiteren Kunstbegeisterten in der Halle der Alten Fabrik Rapperswil nach deren Umbau zum Kulturzentrum gegründet. In zahlreichen monografischen und Gruppen-Ausstellungen wurden bis heute mehr als 250 Künstlerinnen und Künstler aus dem In- und Ausland vorgestellt. Die Reihe kultur- und sozialpolitischer Ausstellungen führte 2015 mit Mauerfall und Bilderreisen und Speak Truth to Power in Zusammenarbeit mit der Robert F. Kennedy Foundation Human Rights zum bisherigen Höhepunkt in der Geschichte des Vereins. Mit ihrem zweimaligen Besuch beehrte Kerry Kennedy die Ausstellung und das IG Halle-Team.

Seit 2008 bespielt die lokal wie regional stark vernetzte IG Halle jährlich mit zwei Ausstellungen den Projektraum und seit 2015 mit einer Ausstellung pro Jahr das zweite Obergeschoss des Kunst(Zeug)Hauses. Neben den drei Vorstandsmitgliedern Peter Röllin (Leiter), Guido Baumgartner und Charly Hochstrasser gehören zum Team und Verein IG Halle: Angela Artho, Irène Fasel, Rosemary Gribi, Ursula Grossfeld, Elisabeth Herzog, Sandra Hutterli, Elisabeth Röllin und Charlotte Schneider. Alljährliche Förderung erhält die IG Halle neben dem Kanton St. Gallen, der Ortsgemeinde und der Stadt auch von privaten Gönnern und Stiftungen. Regional gesellschaftlich wichtigste Pfeiler für die IG Halle sind der Gönnervereins IG Halle und artefix kultur und schule sowie die regionalen und überregionalen Medien.

Gemäss Kulturleitbild verleiht die Stadt in regelmässigen Abständen einen Kulturpreis. Das Kulturleitbild der Stadt orientiert sich an dem von der UNESCO an der Weltkonferenz 1982 definierten Kulturbegriff: Kultur kann in ihrem weitesten Sinne als Gesamtheit der einzigartigen geistigen, materiellen, intellektuellen und emotionalen Aspekte angesehen werden, die eine Gesellschaft oder eine soziale Gruppe kennzeichnen. Dies schliesst nicht nur Kunst und Literatur ein, sondern auch Lebensformen, die Grundrechte des Menschen, Wertsysteme, Tradition und Glaubensrichtungen.

Der Stadt- und der Kulturrat haben beschlossen, den siebten Kulturpreis dem Verein IG Halle zu verleihen. Ausschlaggebend für die Vergabe sind die qualitativ hochstehenden Leistungen sowie die breite lokale bis internationale Ausstrahlung. Die nachhaltige Kulturförderung und Kulturvermittlung des Vereins im Bereich von Ausstellungen zu kultur- und sozialpolitischen Themen erheischen grossen Respekt.

Es standen zahlreiche weitere Vorschläge für Kulturpreisträgerinnen und -träger aus verschiedenen Kultursparten zur Auswahl. Der ausgewählte Verein IG Halle hat den festgelegten Kriterien und dem breitgefächerten Kulturbegriff in idealer Weise entsprochen. Die St. Gallische Kulturstiftung verlieh den Anerkennungspreis an die IG Halle im Jahre 2002.

Der Kulturpreis, welcher mit Fr. 10'000. dotiert ist, wird an einer offiziellen Feier im Herbst 2016 zusammen mit dem Sportpreis (neu Stadtpreis) übergeben.
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