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11. Mai 2016
Rapperswil-Jona (SG)

News

Vom 19. Mai bis 12. Juni 2016 präsentieren die beiden Künstlerinnen Monika Dolder und Ursula Grossfeld aus Rapperswil-Jona Bilder und Skulpturen ihrer neuesten Schaffensperiode.
Grossformatige, abstrakte Bilder in Acryl-Mischtechnik stehen menschlichen Figuren gegenüber, die teilweise klein und zerbrechlich aus Ton oder gross und kräftig mit der Kettensäge aus Baumstämmen herausgearbeitet sind. Neues zu wagen, sei es bei Formen, Materialien, Strukturen oder Formaten, bildet die Herausforderung und Motivation der Künstlerinnen für ihre neuen Werke. Abstraktes kontra Gegenständliches, Farben versus Naturmaterialien, Spannungsfelder zwischen Zwei- und Dreidimensionalem, die Gedanken der Besuchenden können schweifen und die Augen geniessen.

Monika Dolder
In Form von wilden Pinselstrichen, aufgerissenen Spachtelmassen oder kreativen Collagen sind in den Bildern von Monika Dolder die Spuren der Gestik überall anzutreffen. Farbe grosszügig mit Pinsel aufgetragen, Spachtel gestrichen oder mit mutigem Schwung auf die Leinwand gegossen, führen Schicht um Schicht zu neuen Werken. Grosse Leinwände, kleine Papierstudien oder mehrteilige grossformatige Bilderserien, alles reizt Neues zu probieren und die Leidenschaft fürs Gestalten auszuleben. In den abstrakten Bildern ist die Kreativität und Freude am Experimentieren spürbar.
Die farblichen Kontraste von hell bis dunkel sind bewusst gesetzt und weisen auf heitere oder düstere Momente hin. Ineinander fliessende Farben erzeugen zusätzlich mystische Konturen. Auf vielen Bildern sind auch Schriftzüge oder Texte zu erahnen, deren Inhalt nur die Künstlerin selbst kennt, die aber optisch einen markanten Teil eines Bildes ausmachen. Auch wenn es sich in der Ausstellung vorwiegend um abstrakte Bilder handelt, so sind doch die verschiedensten Motive zu erahnen. Die farbenleuchtenden Werke lösen bei den Betrachtern Intuitionen und Gefühle aus und lassen der Fantasie grossen Spielraum.

Ursula Grossfeld
Motorsäge und Schleifpapier hinterlassen bei Ursula Grossfeld kräftige oder zarte Spuren im Holz. Ihre Figuren, meistens Kinder oder Jugendliche, entstehen aus massiven Baumstämmen, die sie von der Ortsgemeinde oder lokalen Bauern bezieht. Die Stämme wiegen oft über 200 kg. Der erste Arbeitsschritt ist, die Aussenkonturen der Figur festzulegen, um Gewicht zu entfernen und den Stamm aufstellen zu können. Die Arbeit ist laut und schweisstreibend, hochkonzentriert und gefährlich. Holz ist für die Künstlerin materialisierte Sonne, ein lebendiges und atmendes Material, warm und weich und gleichzeitig spröde und stabil.
Dreidimensionales entsteht bei der Künstlerin nicht nur aus Holz. Kleine Figuren in gebranntem Ton, zerbrechlich, filigran, mit Liebe zum Detail, stehen im Kontrast zu den grösseren Holzarbeiten. Beide Materialien präsentiert sie entweder farbig bemalt oder naturbelassen.
Das Thema Kinder bewegt Ursula Grossfeld seit ihrer Jugend: Ihr erstes Geld verdiente sie als 12-Jährige mit einem Linolschnitt für eine Geburtsanzeige. Seit fünf Jahren nimmt sie dieses Thema, allerdings mit einem vielfach grösseren Schnitzwerkzeug, immer wieder auf.
Beide Künstlerinnen haben ihre Fertigkeiten über Jahre in intensiven Lehrgängen erlernt und in der praktischen Tätigkeit verfeinert. Wichtigste Voraussetzung ist die Liebe zum Gestalten und die Freude, Gefühle und Ideen in zwei- oder dreidimensionalen Werken auszudrücken. Ein anregendes Begleitprogramm rundet die Ausstellung ab.

www.monika-dolder.ch
www.grossfeld.net

Vernissage: 19. Mai 2016, 19.00 Uhr
Begrüssung: Erich Zoller, Stadtpräsident
Laudatio: Lisa Hallberg

Matinée I: 29. Mai 2016, 11.30 Uhr
Rose-Marie Uhlmann, Lyrik/Lesung
Ueli Kläsi, Sebastian Wepfer, Musik/Marimba

Matinée II: 5. Juni 2016, 11.30 Uhr
Künstlerinnen im Dialog

Finissage: 12. Juni 2016, 16.00 Uhr
Überraschung mit nordischer Brise

Die Ausstellung ist vom 19. Mai bis zum 12. Juni 2016 geöffnet:
Montag bis Freitag, 07.15 12.00 Uhr / 13.00 17.00 Uhr
Samstag/Sonntag, 14.00 17.00 Uhr

Die Künstlerinnen sind jeweils am Wochenende anwesend.
Weitere Informationen finden sich im Internet unter: www.kulturpack.ch
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