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Wohn- und Geschäftshaus Steinentorstrasse und Plaza-Gebäude

In Folge der Verdichtung der Altstadt zur modernen Geschäftscity setzte sich in den 1950er Jahren verstärkt eine neue Massstäblichkeit der Bauten durch. Die Steinentorstrasse war neben der Aeschenvorstadt der Ort, an dem dieses Vorhaben am konsequentesten durchgesetzt wurde. Die leicht gebogene Form der gesamten Häuserzeile entfaltet bei ihrem längsten Gebäude, Steinentorstrasse 26, zusammen mit dem rhythmisierten Fassadenraster die stärkste Wirkung. Breite und schmale vertikale Stege gliedern die Struktur aus quer- und hochrechteckigen Feldern, welche die innere Raumaufteilung abbilden. Sie besteht mehrheitlich aus Einzimmerwohnungen. Zusammen mit dem stark vorkragenden Vordach und dem geöffneten Erdgeschoss entstand eine stark raumhaltige Fassade, die im Wandel von Licht und Schatten die Grösse des Baus mildert. Diese repräsentiert in charakteristischer Weise die erste Nachkriegsmoderne, den Stil der 1950er Jahre mit seiner dekorativen Qualität.
Zu Beginn derselben Häuserzeile steht als markanter Kopfbau das Wohn- und Geschäftshaus mit dem Kino Plaza. Grossstädtisch ist die Attitüde des 23m hohen und 33m langen Gebäudes mit dem 700 Zuschauer fassenden Kino Der hohe Gebäudesockel ist einheitlich mit stark gemaserten Marmorplatten verkleidet. Über ihn ragt der hochrechteckige Kubus des vorderen Gebäudeteils hinaus, dessen Betonraster durch die ocker bemalten Stützen, die schwarzen Fensterbrüstungen (Kleinmosaik) und die weisse Fassung eine dekorative Wirkung entfaltet. Der Ockerton ist auch als vertikaler Akzent bei den Fensterbändern des schlichteren, etwas niedrigeren Längstrakts übernommen.

Baujahr: 1951 Steinentorstrasse 26, 1959 Steinentorstrasse 8

Architektur: Florian Baldini (Steinentorstrasse 26), Marcus Diener (Steinentorstrasse 8)
Adresse
Steinentorstrasse 8 / Birsig-Parkplatz 31, 4000 Basel
Datenquelle: Schweizer Heimatschutz
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