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Gönhard-Schulhaus

Das Gönhard-Schulhaus ist ein typischer, unspektakulärer Vertreter des in den 1950er Jahren verbreiteten Pavillontypus. Gepflegte Materialität, handwerkliche Qualität, dezenter Schmuck, grosszügige Grünräume dies sind Qualitäten der Anlage, für deren Sanierung die Stadt Aarau 2006 einen Wettbewerb ausschreibt. Das siegreiche Projekt trägt die eigenwillige Formensprache von Architekt Roger Boltshauser. Mit präzisen, gut dimensionierten Anbauten und Unterständen aus dunklen, plissierten Trasstonwänden, grossen kastenförmigen Verglasungen, massigen Sichtbetonelementen, kegelförmigen Säulen etc. wird das alte Schulhaus ergänzt. An der Weltistrasse setzt die neue Aula, innen mit Bodenintarsien und gebrannten Reliefplatten geschmückt, einen festlichen Akzent. Der Grünraum wird angepasst und teils neu durchwegt, der Baumbestand wird dahingehend ergänzt, dass es weder formaler einer Anbiederung noch eines gekünstelten Alt-Neus bedarf, um ein Denkmal aufleben zu lassen. Es genügt ein selbstbewusstes, aber respektvolles Gegenüber.

Baujahr: 1949 (Wettbewerb)-1951, 2006 (Studienauftrag)-2012

Architektur: Hans Hauri, Boltshauser Architekten, Zürich, 4d Landschaftsarchitekten, Bern
Adresse
Weltistrasse 1, 5000 Aarau
Datenquelle: Schweizer Heimatschutz
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