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Altstadt und städtebauliche Planung

Die beinahe quadratische mittelalterliche Stadt ist auf einer natürlichen Terrasse angelegt, die sich über dem Tal erhebt. Sie besteht aus zwei parallelen Hauptstrassen, die durch fünf Querstrassen miteinander verbunden sind. Drei Tore sicherten den Zugang zur Stadt: die Porte au Loup im Norden, die Porte de Porrentruy im Westen und die heute nicht mehr vorhandene Porte des Moulins im Sü­den. Seit dem Ende des 16. Jahrhunderts zieren fünf Brunnen das Strassenbild. Sie alle bestehen aus einem achteckigen Brunnenbecken und einem fein verzierten säulenförmigen Brunnenschaft, auf dem je eine Statue steht: die Jungfrau Maria mit Kind, der heilige Mauritius, ein wilder Mann, ein Löwe und eine Kugel. Zu diesen fünf Brunnen kam 1854 noch derjenige des heiligen Heinrich hinzu.
Um die öffentlichen Räume in der Altstadt auf­­zuwerten, hat die Stadt Delémont 1997 einen städtebaulichen Ideenwettbewerb ausge­schrie­­ben, der schliesslich zum Projekt «Danse sur la Doux» geführt hat. Im Rahmen dieses Projekts wurden diverse Eingriffe zur Aufwertung der Altstadt realisiert. So wurden beispielsweise vor den Türschwellen Granitplatten in den Boden verlegt, um die Hauseingänge zu betonen. Die Beleuchtung und die Wahl des Stadtmobiliars haben ebenfalls dazu beigetragen, dass die Altstadt heute in neuem Glanz erstrahlt. Und schliesslich erinnert ein Kanal an der Rue de la Préfecture an das alte Kanalnetz, das durch die Quelle der Doux gespiesen wurde.

Baujahr: 2002

Architektur: RWB, Porrentruy
Adresse
Rue du vingt-trois Juin, 2800 Delémont
Datenquelle: Schweizer Heimatschutz
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